#7 – Literatur

Diesmal werden wir zum cocktailliterarischen Quartett und besprechen ausführlich, aber noch lange nicht umfassend über verschiedenste Literatur zu unserem Lieblingsthema. Wir stellen die wichtigsten Bücher für Anfänger vor, vergleichen Aufteilung, Inhalt und Übersichtlichkeit und betonen Vor- und Nachteile. Die Kollegen vom Sneakpod stellen ein paar Podcasts, hierbei naheliegenderweise hauptsächlich solche mit Bild. Zum Abschluß begeben wir uns noch ein wenig in die Netznachbarschaft, nämlich deutschsprachige Cocktailblogs, hauptsächlich die unserer Bekannten.

einige der Bücher über die wir sprachen

Hier die Bücher, über die wir sprechen:

(* Affiliate Links)

Hier kommt die Podcast-Konkurrenz bzw. die (visuelle) Ergänzung:

Und hier noch ein paar Blogs:

 

23 Gedanken zu “#7 – Literatur

  1. das wichtigste: ich finde euren podcast echt total knorke!

    zur folge:

    also erstmal…das ihr es überhaupt gewagt habt einen der urgesteine deutscher cocktail blogkunst zu vergessen! ich kenne cocktailians die schon für weit weniger prügel einstecken mussten 😀 😉 aber hey…alles wird gut!

    http://bitters-blog.blogspot.com

    stephan berg (the-bitter-truth) und jörg meyer @its best. seit ende 2008 eingestellt, erfährt man hier alles über bücher, cocktail szene, ihre passion zu bitters usw usw. ein muss für jeden der sich mit mixology beschäftigt. es ist fraglich wie lange der blog noch erreichbar ist…es gilt also „smell the flowers while you can!“

    zum thema jerry thomas (und eure erwähnung das man doch den meisten kram nicht mehr nachmixen kann)…zwei projecte in dieser richtung

    http://thejerrythomasproject.blogspot.com
    http://qmixalot.blogspot.com (alt)
    http://qmixalot.com/the-jerry-thomas-project-index (neu)

    bezüglich cocktail apps hab ich folgenden link für euch (sehr ausführliche tests)

    http://www.cocktailnerd.com

    es gibt übrigens auch eine halb offizielle app von cockaildreams.de (und das für ‚umme‘). die app nennt sich einfach cocktails von der swiss-development gmbh. sehr empfehlenswert für unterwegs…falls einen das cocktailverlangen überkommt.

    noch ein erwähnenswerter blog…weil er sehr in die richtung jamie boudreau geht (was themen & kompetenz angeht). jeffrey morgenthaler ist u.a. einer der mitgründer der oregon bar guild. besonders erwähneswert folgender beitrag (tipp: zuerst video ansehen dann jeffrey’s text lesen…ich hatte anschließend pipi in den augen).

    http://www.jeffreymorgenthaler.com/2008/how-to-make-a-daiquiri-the-american-bartending-school-way

    last but not least youtube channels:

    http://www.youtube.com/user/behindthebarshow (mr martini..von euch erwähnt)
    http://www.youtube.com/user/ArtOfTheCocktail (besonders erwähnenswert katie mcdonald…der beste beweis dafür das frauen hinter der bar durchaus einiges draufhaben)
    http://www.youtube.com/user/oregonbarguild (klasse videos)
    http://www.youtube.com/user/brilliantcocktails (ich weiss garnicht ob ihr die neueren videos schon kennt?)

    ich hab noch jede menge mehr…aber das sprengt so langsam den rahmen.

  2. @Sascha: Das war auch als nichts anderes als ein Kompliment gemeint – wir bezeichnen uns schließlich auch weniger mit dem sperrigen Wort Connaisseur, sondern ziehen die Bezeichnung Cocktailnerd vor.
    Vielen Dank für den uns verliehenen Originalitätspreis. Ich bin ein bißchen geschüttelt – äh – gerührt.

  3. Hab mir sofort mal den Cocktailian bestellt 😉 Hatte schon vorher aus der USA das Buch von Robert the Hess gekauft. Was erstaunlich günstig war. Das Buch selber ist auch sehr gelungen.
    Die iPad App gefällt auch. Hab auch schon für kommenden Freitag ein paar neue Rezepte gefunden. Da werd ich dann 13 Leute berauschen und ihren geschmacklichen horizont erweitern. Letzte Woche hab ich bei einer Party mit 11 Gästen meinen ersten Cocktail „erfunden“ (The English Garden Collins). Daher mal ein ganz dickes Danke! Ohne euren Podcast wäre das Cocktailfieber nicht bei mir ausgebrochen.

    @Sasha: Ich finde die Reihe auch super! Als Gin-Fan ein muss. Ohh… und danke für die ganzen Anfängertipps auf der Seite. Die haben mir viel geholfen bzw. tun sie es immer noch.

  4. English Garden Collins
    – 2cm Gurke
    – 1 BL kandierter Ingwer
    – 5 cl Gin
    – 1,5cl St. Germain
    – 1,5cl Ingwer Sirup
    – 2cl Limettensaft
    – 1-2 Dash Bitters (Ich selber hab nur Angostura und TB Orange. Aber ich kann mir da ein paar andere Bitters sehr gut zu vorstellen)
    – Soda
    Die geschälte Gurke mit dem Ingwer muddeln und dann Collins halt 😉
    Der kandierte Ingwer ist der Ingwer aus dem Sirup, den ich selber gemacht hab. Das ganze ist ne abwandlung vom Garden Collins.

  5. Klingt interessant, benötigt aber einige nicht ganz übliche Zutaten – bei mir scheitert es nichtmal am kandierten Ingwer, sondern am dazugehörigen Sirup – wäre interessant, ob der mit einem Ingwerlikör zu substituieren ist.
    Was die Bitters betrifft, so bin ich ein großer Fan von Grapefruitbitters, könnte mir hier vielleicht aber auch Minzbitters vorstellen. Werde das mal testen.

  6. Der Sirup:
    400g Wasser
    400g Zucker
    150g Ingwer (grob gehackt)
    5-10min auf kleiner „flamme“ köcheln
    Ich hab dann noch den Saft von einer Limette dazu getan.

    Im Forum gibt es noch andere super Rezepte damit 😉
    An einen Minzbitter hatte ich auch gedacht. Zum Thema „English“ würden beide passen.

  7. endlich! auf diese cocktailpodcast-folge warte ich schon seit der nullnummer! =)
    es ist immer wieder ein angenehmes gefühl, bestätigung zu erfahren indem man hört, dass eure auswahl und meinung exakt der eigenen entspricht.

    allerdings vermisse ich eure bewertung folgender wichtiger lektüren:
    – harry johnson: bartender’s manual [zweites buch über bartending, das jemals veröffentlicht worden ist => 1882, also genau 20 jahre nach „professor“ jerry thomas]
    – dale degroff: the craft of the cocktail
    – dale degroff: the essential cocktail
    – gary regan: the joy of mixology [musste leider enttäuschende erfahrungen mit regan machen => the bartender’s bible]
    – drinks magazin [im vergleich zum mixology magazin]

    btw: der barKEEPER ist die person, dem die bar gehört und sie leitet. der barTENDER ist die person, die die tätigkeit am tresen ausführt. im deutschen ist diese essentielle unterscheidung jedoch leider verloren gegangen.

  8. Richtig, Pät, im Deutschen ist diese Unterscheidung verlorengegangen und deswegen unterscheiden wir hier auch nicht. In den Bars, die ich so kenne, gibt es auch noch die Bezeichnungen Barmann, Barchef und Barmanager, bei denen es mir wesentlich wichtiger ist, sie von den beiden erstgenannten Begriffen zu trennen.

    Wie Du dem Bild dieser Folge entnehmen kannst, haben wir z.B. Gary Regan natürlich noch auf dem Schirm, haben uns jedoch entschieden, es für diese Folge bei den genannten zu belassen, weil sie auch schon so lang genug war. Außerdem ging es uns in erster Linie um Anfängerliteratur im Gegensatz zu den eher geschichtlich interessanten Büchern, zu denen auch die von Dir genannten zum Teil gehören. Wir kommen aber sicher irgendwann nochmal auf dieses Thema zurück.

  9. Hab mir jetzt mal den „Mix Guide“ im Buchladen angeschaut und musste feststellen, dass die Cocktails, die ich schon lange trinke, anderes drinen stehen als ich sie kenn oder mache.
    z.B. Beim „Cuba Libre“ find ich ein Limetenachtel zu wenig. Oder beim „Long Island Ice Tea“ fehlt mir auch der Tequila. Beim „Sex on the beach“ hat er Preiselbeernektar und Ananassaft verwendet. Klar, dass es 1000 verschiedene Rezept gibt. Hab selber 2 verschiedene. Aber bin der Meinung das O-saft schon rein gehört.Das hat mich vom Kaufen abgestrckt, da einige Rezepte deutlich von meinen Unterscheiden.
    Meine Frage an diejenigen, die Erfahrung mit dem Buch haben und vl mir bei den Rezeptunterschieden zustimmen:
    Kann man die anderen Rezepte gut trinken?

  10. Da ihr euch im Sneakpod beschwert habt, dass es so viele stille Hörer gibt, habe ich mir gedacht, ich melde mich einmal zu Wort. Im Sneakpod wird das eher schwierig, da es bei uns in der Nähe keine Sneak gibt und ich die Filme (wenn überhaupt) um Wochen später sehe.

    Nun zum eigentlichen Inhalt meines Kommentars:
    Auch ich habe schon länger auf diese Folge gewartet, da ich für jedes Thema, das mich interessiert auch Bücher besitzen muss und ich auch sonst ein schönes Buch dem schnöden Internetz vorziehe.
    Gleich nachdem ich den Cast fertig gehört hatte habe ich mir den Cocktailian und Franz Brandl’s Mix Guide bestellt.
    Vom Cocktailian bin ich ich mehr als begeistert, trotz des relativ hohen Preises bereue ich bis jetzt keinen Rappen. (Na, aus welchem Land schreibe ich? ;)) Es lässt sich von vorne nach hinten lesen wie ein guter Roman, oder man schmökert ein paar Minuten und legt es wieder weg. Ich habe schon einiges daraus lernen können und habe mich heute im Bus dabei erwischt, dass ich gerne ein bisschen darin gelesen hätte.

    Den Mix Guide werde ich wohl mehr als Nachschlage- oder Inspirationswerk nutzen und schreibe dazu erstmal nichts, da ich mich noch nicht gross damit beschäftigt habe.

    Super Folge, grandioser Podcast. Ich freue mich immer, wenn wieder eine neue Folge im Feed steht.

  11. Toller Podcast wieder mal – einige Bücher habe ich selbst und da bin ich mit euren Meinungen durchaus d’accord.

    Anstelle des Jerry Thomas-Buchs kann man übrigens zu Imbibe greifen – das relativiert das Pferde-Problem ein bisschen und liest sich auch ganz gut..

    Den Beachbum Berry habt ihr eh auch ganz kurz erwähnt. Sehr nett zum Schmökern und Lesen und wohl die authentischsten Rezepte von Mai Tai, Zombie und Co.

    Zu Videopodcasts noch: wer sich gerne das Erstellen von teilweise ziemlich schrägen Drinks reinziehen möchte, sollte mal bei everydaydrinkers.tv vorbei schauen. Man bekommt auch gleich die Info, wie der Drink schmeckt, etc. Mit dem Host kommt man vielleicht nicht gleich klar (aber das ist ja bei Alberta Straub auch so), aber er ist ein richtiger Freak, der auch eine Menge an Audiopodcasts produziert hat und unter Alcohols by Volume massenhaft Spirituosenmarken miteinander verglichen hat (Blind Tastings).

    Den Cocktailian gibt’s in UK übrigens für 34 statt 40 Euro.. einfach mal bisserl suchen 😉

  12. Ihr habt es wirklich geschafft, mich richtiggehend in das Thema „Cocktails“ hineinzuziehen! Danke für Eure unglaublich schönen Podcasts! Es macht richtig Spass, Euch zuzuhören und Euren Diskussionen folgen zu können. Ich freue mich schon riesig auf die neue, spannende Welt, die sich da für mich auftut.
    Danke!

  13. Ihr habt in einer Folge (nicht in dieser) über eine App gesprochen, bei der man die Flaschen über den Barcode scannt. Welches Programm war das?

  14. Jungs, ihr seid der Wahnsinn. Ganz besonders vielen Dank für die Literaturfolge, die eineinhalb Stunden geben einfach so einen umfassenden Einstieg und trotzdem hatte ich das Gefühl, es wurde kein Wort zu viel gesagt. Auch nicht von den SneakPod-Jungs :-p
    Merci!

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