Wie kommt man an diesen Job?

Als klar war, dass ich diesen Job bekommen würde und ich im Internet gepostet hatte, dass ich nach Hamburg gehen würde, um den Herren Meyer und Kappes einen Monat lang über die Schulter zu schauen und Mis en place a la Le Lion zu erlernen, wurde ich öfter gefragt, wie man denn an diesen Job kommt. Die einfache Antwort ist: Fragen! Der Herr Meyer ist ein sehr netter Mensch und wenn man ihn lieb fragt antwortet er auch lieb.

Ich kann mir aber vorstellen, dass eine gewisse Vorgeschichte in Bezug auf Bar allgemein und das Le Lion im speziellen in meinem Fall durchaus hilfreich gewesen ist. Ob es wirklich so war, kann aber nur der Chef selbst beantworten.

Wie im letzten Blog schon geschrieben, hatte ich das große Glück seit einiger Zeit in der Orientierbar in Hofheim arbeiten zu dürfen. Dort konnte ich erste Erfahrungen sammeln, wie es ist hinter einem echten Tresen zu stehen. In dieser Zeit habe ich viel gelernt. Besonders so Dinge wie, dass alle Gäste gefühlt immer gleichzeitig ihre Drinks bestellen und, dass gemütliches Drink zu Hause machen für den echten Einsatz doch etwas langsam ist. Dankenswerterweise durfte und darf ich mich langsam an die nötige Geschwindigkeit ran tasten.

Von einigen Besuchen in Hamburg – immer verbunden mit Le Lion – Besuchen – kannte ich Herrn Meyer schon und wir haben bei der einen oder anderen Feier im Löwen schon sehr nett über Drinks und den Rest der Welt geplaudert. Von einigen Mitarbeitern im Löwen habe ich gehört, dass sie zuerst Gäste dort waren und irgendwann dann die Seite gewechselt haben und sich hinter dem Tresen wiedergefunden haben. Besuche im Löwen waren für mich immer etwas Besonderes (bei über 500km Anreise, kein Wunder).

Im August hat Herr Meyer in seinem Blog eine Fiktive Stellenanzeige für das Le Lion veröffentlicht. Er sucht darin einen Auszubildenden zur Bar für ein Jahr. Leider konnte ich mir es nicht erlauben ein Jahr Urlaub zu nehmen, aber ein Monat würde drin sein, habe ich nach vorsichtigem Vorfühlen bei meinem Arbeitgeber herausgefunden.

So schrieb ich dann eine Email und bekam kaum 90 Minuten später eine positive Antwort. Ich dürfe vom 01.09. bis 30.09. als „Commis de Connaisseurs de Le Lion“ arbeiten. Da musste ich erst mal durch die Wohnung hüpfen und mir – direkt nachdem ich meinerseits zugesagt habe – einen Gin Basil Smash machen. Dieser Abend wurde dann noch etwas länger und ich genoss einen Löwendrink nach dem anderen.

Jetzt hatte ich noch ungefähr 14 Tage Zeit, keine Unterkunft in Hamburg, aber einen Job…

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